Definition

Was ist Gewichtheben!?

Gewichtheben ist Schwerathletik, auch Kraftsport genannt. Die Aufgabe besteht darin, eine Scheibenhantel mit einem oder beiden Armen aus der Bodenlage über den Kopf "zur Hochstrecke" zu bringen. Die Gewichte sind zu beiden Seiten einer 2,20 Meter langen Stange angebracht, sicher verschlossen und stets auf beiden Seiten gleich schwer.
Die Stange hat eine Griffbreite von 1,31 Meter, wiegt 20 Kilogramm und ist im Verschlußteil kugelgelagert. Die Gewichtscheiben sind zwischen 0,25 und 0,5 Kilogramm (nur für Rekordversuche) und bis zu 50 Kilogramm schwer. Die großen, schweren Scheiben haben einen Gummirand.

Kraftmenschen wurden die ersten professionellen Gewichtheber genannt, die im 18. Jahrhundert in England auf Jahrmärkten auftraten. Erst im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts kam die Sportart nach Deutschland, wurden die ersten Deutschen und Europameisterschaften sowie die ersten Weltmeisterschaften ausgetragen.
Seit 1987 finden nationale und internationale Meisterschaften auch für Damen statt. Ab 2000 nehmen auch die Frauen an den Olympischen Spielen teil.
In Deutschland gibt es weit mehr als 35000 aktive Gewichtheber, ihre Dachorganisation ist der Bundesverband Deutscher Gewichtheber.
Ab 1896 gab es sporadisch, seit 1928 gibt es regelmäßig olympische Wettbewerbe im Gewichtheben, die Regeln sind mehrfach geändert worden. Heute finden Wettbewerbe nur noch als Zweikämpfe statt, gefordert werden Reißen und Stoßen. Die besten Ergebnisse in beiden Teildisziplinen werden bei Olympischen Spielen addiert. Sieger ist der Gewichtheber mit dem besten Gesamtergebnis. Bei anderen Wettbewerben kann man Sieger in einer von beiden Teildisziplinen werden.